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Gemeinde Stavern
Im Jahre 1973 schlossen sich die Gemeinden Groß Stavern und Klein Stavern zur Einheitsgemeinde Stavern zusammen; noch im selben Jahr erfolgte der Beitritt zur Samtgemeinde Sögel.
Von der frühen Besiedlung der eiszeitlichen Sandgebiete des Hümmlings zeugen in Stavern zahlreiche Hügelgräber, die über das ganze Gemeindegebiet verstreut liegen. Der Name, damals noch „Staverrevar“, wird zum ersten Mal im Jahre 919 n.Chr. als Teil der Pfarre Bokeloh erwähnt.
Die Einwohnerzahlen der Ortsteile Groß und Klein Stavern sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Während sie im Jahre 1939 in Groß Stavern noch 512 und in Klein Stavern 279 betrugen, stiegen sie bis 1970 in Groß Stavern auf 679 und in Klein Stavern auf 301 Personen an; im Jahr 2003 leben in der Gemeinde Stavern insgesamt 1.114 Personen, was einer Zunahme seit der Gebietsreform 1974 in Höhe von 13,34 % entspricht. Bildete früher noch die Landwirtschaft den Haupterwerbszweig der Bevölkerung, so hat sich dieses inzwischen geändert. In Groß Stavern ist der Trend zu umfangreichen Neubaubereichen (Wohnen, Gewerbe, Freizeit) weit fortgeschritten, während in Klein Stavern nach wie vor die Landwirtschaft überwiegt. Die meisten Arbeitnehmer aus der Gemeinde gehen inzwischen einer Tätigkeit in den Industrie- und Handwerksbetrieben in der näheren Umgebung oder bei der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen (WTD 91) nach. Gewerbliche Betriebe sind in Stavern nur in kleiner Anzahl vorhanden. Um diesem aber entgegenzuwirken, hat der Gemeinderat mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 7 ein Gewerbegebiet geschaffen, in dem sich interessierte Unternehmen niederlassen können. Bis heute sind neun Bebauungspläne verabschiedet worden. Um gerade jungen Familien die Möglichkeit zum Bau eines Eigenheims zu geben, plant die Kommune derzeit mit der Ausweisung des Baugebietes „Holtberg“ weitere 20 Bauplätze vorhalten zu können.
Die Gemeinde Stavern, die durch die Kreisstraßen K 162 aus Klein Berßen kommend und durch die K 127, welche von Sögel nach Meppen führt, erschlossen wird, verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz. So sind auch beide Kreisstraßen mit Radwegen versehen, die es den zahlreichen Fahrradwanderern ermöglichen, unbeschwert Natur und Landschaft zu genießen.
Lese- und Schreibunterricht wurde in Stavern schon sehr früh erteilt, denn schon 1704 errichtete man nachweislich die erste Schule. Heute befindet sich die Grundschule im Ortsteil Groß Stavern; die ehemalige Schule in Klein Stavern wird als Kindergarten genutzt, wo u.a. auch Spielnachmittage der Mutter-Kind-Gruppe stattfinden.
In Stavern wird der Bevölkerung ein reichhaltiges Angebot zur Freizeitgestaltung präsentiert. Mit drei Sportplätzen, zwei Tennisplätzen, zwei Umkleidekabinen mit Clubraum sowie einer Schießhalle, die übrigens von den Mitgliedern des Schützenvereins in Eigenleistung errichtet worden ist, stehen den Bürgern moderne Anlagen für die unterschiedlichsten sportlichen Betätigungen zur Verfügung. Erwähnenswert ist zudem das im Jahre 1984 erbaute Jugendheim, in dem regelmäßig Klönabende, Altennachmittage, Versammlungen und natürlich Veranstaltungen der Jugend stattfinden.
Zum 01.01.1993 ist die Gemeinde Stavern in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Damit hat die Gemeinde die Chance erhalten, dass öffentliche und private Maßnahmen auf der Grundlage eines umfassenden Planungskonzeptes
gefördert werden. In den vergangenen Jahren konnten bereits die wesentlichen kommunalen Projekte, deren Verwirklichung im Rahmen der Dorferneuerung angestrebt worden sind, umgesetzt werden. So konnten u.a. verkehrsberuhigende Maßnahmen durchgeführt, das Kirchenumfeld neu gestaltet und die Bushaltestelle in der Ortsmitte Groß Staverns erneuert werden. Ferner hat die Bevölkerung Staverns die Möglichkeit der Dorferneuerung genutzt, um zahlreiche private Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen an ihren Häusern bzw. Grundstücken durchzuführen.
Auch trägt die Gemeinde Stavern mit ihren Sehenswürdigkeiten wie den zahlreichen Steingräbern, der abwechslungsreichen Landschaft mit mehreren Naturschutzgebieten und insbesondere der jahrhundertealten romantisch gelegenen Wassermühle Bruneforth in großem Maße zur Entwicklung des Fremdenverkehrs in der Samtgemeinde Sögel bei. << zurück zur Übersicht |