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10
02
2017

Sögel will Kooperation mit Ems-Achse intensivieren

An Erfolgsmodell anknüpfen

Sögel. - Die Samtgemeinde (SG) Sögel möchte die Zusammenarbeit mit der Wachstumsregion Ems-Achse intensivieren und sich mit der Organisation austauschen, um in der Region lebende Ausländer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auf der jüngsten SG-Ratssitzung hat Geschäftsführer Dirk Lüerßen daher das Wirtschaftsnetzwerk und dessen aktuellen Entwicklungen präsentiert.

„Die SG Sögel ist eines unsere engagiertesten Mitglieder“, sagte Lüerßen. Das Emsland sei eine attraktive, aber auch ländliche Region mit eigenen Herausforderungen. Deshalb sei das Regionallobbying wichtig. „Wir müssen stark auftreten – gemeinsam“, forderte der Geschäftsführer. Nur so könnten Projekte, beispielsweise zur Infrastruktur, durchgesetzt werden.

Fachkräftemangel trotz starker Wirtschaftsregion

„Wir sind eine Boom-Region“, berichtete Lüerßen. Trotzdem sei es immer noch ein Problem, Fachkräfte für das Emsland zu gewinnen und zu binden. Viele Menschen sehen das Emsland nach den Worten des Geschäftsführers als Urlaubsregion an, aber bringen es nicht mit Jobangeboten in Verbindung. Großes Potenzial sieht die Ems-Achse in Studierenden und Alleinerziehenden.

Kooperation verstärken

Auch die internationale Ausbildungsinitiative ist nach Angaben von Lüerßen ein wichtiges Projekt. Dabei absolvierten spanische Jugendliche eine Ausbildung im Emsland. „Das Projekt ist sehr erfolgreich“, so der Geschäftsführer. An dieses Erfolgsmodell möchte Sögels Bürgermeisterin Irmgard Welling (CDU) anknüpfen. In der Samtgemeinde gäbe es viele rumänische Familien, die durch Job-Möglichkeiten im Schlachthof Weidemark oder anderer größerer Betriebe in die Region gekommen seien. „Die Frauen sind auf der Suche nach Arbeit und wir wollen ihnen etwas anbieten“, so die Bürgermeisterin. Sie möchte sich mit dem Wirtschaftsnetzwerk über dessen Erfahrungen austauschen und eventuell ein gemeinsames Programm starten.

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU) sieht einen weiteren Anknüpfungspunkt in der Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt, die häufig mit bürokratischen Hürden zu kämpfen hätten. Auch dafür wünsche er sich einen Austausch mit der Ems-Achse.