Wappen

Sehenswürdigkeiten

Jagdschloss Clemenswerth

Das Jagdschloss Clemenswerth mit seinem 62 ha großen Schlosspark entstand in der Zeit von 1737 bis 1747 auf Anordnung des Kurfürsten und Fürstbischofs Clemens-August von Köln (1700 - 1761). Im Zentrum des sternförmig ausstrahlenden Schneisensystems findet sich ein vom berühmten Baumeister Johann Conrad Schlaun (1695 - 1773) erdachtes Architektur-Ensemble von einmaliger Wirkung: im Zentrum hochaufragend der Hauptpavillion, eingekreist von acht weiteren kleineren. Hier traf sich in früherer Zeit der Hochadel zu fürstlichen Jagdvergnügen.

Heute dient dieser "barocke Jagdstern" musealen und kulturellen Zwecken.

Website: www.clemenswerth.de

Hüvener Mühle

Die Hüvener Mühle wurde erstmals 1534 urkundlich erwähnt. 1801 wurde sie durch Feuer zerstört, jedoch sofort wieder aufgebaut. Da die Radde in regenarmen Zeiten nicht genügend Wasser führte, hatte ein Mühlenbauer aus Hüven diegeniale Idde, eine Windmühle auf die Wassermühle zu setzen. So konnte seit 1850, je nach Bedarf, entweder mit Wind- oder Wasserkraft gemahlen werden.

Die Wind- und Wassermühle wurde bis zum Zusammenbruch des Mühlenstaus 1950 an verschiedene Pächter verpachtet. Danach wurde sie stillgelegt. 1955 erwarb der Kreisheimatverein die Mühle und restaurierte sie. Seither steht sie unter Denkmalschutz.

Sie ist die einzige Wind- und Wassermühle Europas.

Website: www.huevener-muehle.de

Batakhaus in Werpeloh

Das Batakhaus ist ein indonesisches Wohnhaus, das im Stil des Batakstammes der Bewohner der Insel Sumatra im September 1978 auf Initiative des Ortsgeistlichen der Gemeinde Werpeloh, Pater Matthäus, errichtet wurde und heute mit seinem Museum ein gern gesehenes Besichtigungsobjekt im Emsland darstellt.

Darüberhinaus sind Führungen mit Anmeldung jederzeit möglich.

Königsgrab in Groß Berßen

Das Königsgrab in Groß Berßen.
1927 kam der Heimatforscher Korte aus Münster/Westf. hierher und nannte es das schönste Grab des Hümmlings. Deshalb bezeichnete er es in einem seiner Bücher als Königsgrab. Es ist eines der 41 Steingräber in der Samtgemeinde.

Wacholderhain und Schafstall in Börger

Der Wacholderhain wurde von den Bauern aus Börger an den Kreisheimatverein verpachtet und steht seither unter Naturschutz. Markenzeichen des Wacholderhains sind die großen Waldflächen, schöne Heidelandschaften, Naturschutzgebiete und idyllische Wanderwege, wodurch er Ruhe und Erholung für jedermann bietet. Der Schafstall erinnert an die Zeit, als die Schafhaltung in Sögel und Umgebung noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die hier lebenden Menschen hatte.
Das aus dem 19. Jahrhundert stammende heutige Kulturdenkmal ist im Besitz der Familie Hemken, die dieses an den Kreisheimatverein verpachtet hat. Es wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach restauriert.
 

Wassermühle Bruneforth in Stavern

Die Wassermühle Bruneforth in Groß Stavern liegt an einer alten Furt der Nordradde. Dieser Übergang wurde als "Furt des Brun" bezeichnet. Daraus entstand auch der Familienname Bruneforth.

1967 kam die Wassermühle in den Besitz des Heimatvereins Meppen und wurde unter erheblichen Kosten restauriert. Leider starb am 24.09.1974 diese wunderschöne Mühle den Feuertod. Heute ist die Wassermühle Bruneforth wieder völlig restauriert und ein touristischer Anziehungspunkt.

Steingrab in Hüven

Das Steingrab in Hüven wurde etwa in der Zeit um 3.500 bis 1.800 v. Chr. von den Steinzeitmenschen erbaut. Die Steine wurden mit Menschen-, Tierkraft, Tauwerk und hölzernen Rollen transportiert.

Es gibt zweierlei Theorien über den Zweck der Steingräber:
a) Es sind Totenhäuser, d.h., die Toten wurden samt Beigaben in die Gräber gelegt.
b) Es sind sog. Beinhäuser, d.h., die Toten wurden an einem separaten Ort aufbewahrt, bis sie ganz oder teilweise verwest waren. Danach legte man die Überreste der Toten und die Beigaben in das Grab. Diese Theorie haben Wissenschaftler in jüngster Zeit aufgestellt, da es in keinem Grab ein vollständiges Skelett oder Gefäss gab. Zu den Grabbeigaben gehörten Keramikgefässe, Waffen uind Schmuck.

Heimathof Sögel

Das Heimathaus ist das Herzstück der Heimathofanlage in Sögel. Mit dem Bau des Gebäudes ist im Jahre 1990 begonnen worden. Es wurde aus einem Abbruchhaus der Familie Niemann aus Wettrup errichtet. Am 4. September 1993 konnte die Fertigstellung befeiert und das Gebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Es steht als Sögels "gute Stube" Vereinen und Organisationen als Versammlungs- und Veranstaltungsraum zur Verfügung. Gleichzeitig bietet es Jubiläen und sonstigen Feierlichkeiten einen ansprechenden äußeren Rahmen. Im Dachgeschoss befindet sich neben einem Museumsraum, in dem Gegenstände früherer Zeit aus Haus und Hof ausgestellt sind, das sogenannte "Wahnzimmer". Das Wahnzimmer beherbergt eine Ausstellung über die zwangsumgesiedelte Gemeinde Wahn. Ebenfalls befindet sich dort eine Bibliothek mit heimatbezogener oder heimatkundlicher Literatur. Im Jahre 1995 konnte der Heimathof um die Wagenremise und 1998 um das Heuerhuas erweitert werden.

Das Heuerhaus dient für kleinere Gesellschaften ebenfalls als Veranstaltungsraum. Auch standesamtliche Hochzeiten können dort in einem schönen Ambiente abgehalten werden. Es beherbergt zudem ein kleines Museum über die Eistener Dorfgeschichte. Der große Heimathofteich mit einem Springbrunnen, die Werkstatt und ein Backhaus umranden das Ensemble.

Der Heimathof ist der ideale Ort für einen kleinen ruhevollen Spaziergang.

St. Jakobus Kirche Sögel

Mit dem Bau der jetzigen Sögeler Pfarrkirche wurde 1867 begonnen. Architekt war der Osnabrücker Dombaumeister Johannes Bernhard Hensen, ein gebürtigeer Sögeler.

Die Kirche wurde im neugotischen Baustil errichtet. Schon Ende 1868 war der Bau mit seinem 67 m hohen Turm nahezu fertig. Doch dann warf ein schlimmer Orkan den Turm um und zertrümmerte das Gewölbe des Mittelschiffes. Danach wurde der Turm neu errichtet, jedoch 10 m niedriger als vorher.

Die Einweihung der neuen Kirche wurde am 21.Juni 1871 durch den damaligen Bischof von Osnabrück, Johannes Heinrich Beckmann, vorgenommen. Zum letzten Mal wurde die Kirche 1987/1988 durch den Architekten W.Teckentrup aus Rheda-Wiedenbrück renoviert.

Ludmillenhof Sögel

Der 1829-1831 erbaute Ludmillenhof, zunächst Sitz der herzoglich-arenbergschen Verwaltung und Gerichtssitz, wurde später u.a. als Keishaus des ehemaligen Kreises Aschendorf-Hümmling genutzt.   Nach der Zusammenlegung der Kreise Meppen, Lingen uns Aschendorf-Hümmling wurde der Kreissitz nach Meppen verlegt.

Erster Amtmann und Richter war Paulus-Modestus Schücking, von dem auch der Entwurf für das Gebäude stammt.

Der Architekt Niehaus orientierte sich beim Bau an den Vorbildern des italienischen Landhausstils aus Renaissance und Frühbarock, vornehmlich an Bauten des berühmten Andrea Palladio. Eine architektonische Besonderheit, die in unseren Breiten einmalig ist.

Im Jahre 2004 wurde der Ludmillenhof Sögel zum neuen Verwaltungssitz für die Samtgemeinde Sögel umgebaut und stellt seitdem das Rathaus dar.

Grabkammer in Groß Berßen

Die Grabkammer in Groß Berßen ist ein 4000 Jahre altes restauriertes Großsteingrab mit einem Erdhügel

Marstall Clemenswerth

Der Marstall diente Clemens-August vor 250 Jahren zur Unterbringung seiner Jagdpferde und Hunde. Etwa 100 Pferde fanden hier Platz. Auch die Knechte hatten hier Ihre Unterkunft.

Heute dient der Marstall als Jugendbildungsstätte und kulturellen Veranstaltungen.

Mansenberge

Mansenberge - Menschenberge. Schon der Name dieses Naturschutzgebietes an der Landstraße zwischen Berßen und Sögel verspricht abenteuerliches. Tatsächlich sind auf diesem rund 9 Hektar Grabhügelfeld vor rund 3000 Jahren Dutzende von Menschen nach bronzezeitlichem Ritus bestattet worden. 83 Hügelfelder blieben bis heute erhalten, sie sind bis zu drei Meter hoch und bis zu 20 Meter breit. Das Gebiet steht seit 1936 unter Schutz und wird seit 1996 wieder wie früher mit Schafen beweidet. Heute präsentiert sich diese Nekropole so wie der Hümmling früher war: im Spätsommer mit herrlich violett blühender Heide.

Amtsbrunnen in Sögel

Anreger und Förderer des Baues war der damalige Richter und Amtmann Paulus Modestus Schücking zu Clemenswerth, der in einem Schreiben vom 30.Mai 1828 an den Amtsvogt Joseph Niemann seine Gedanken zur Anlegung eines öffentlichen Brunnens darlegte.

Laut Schückking sollte der Brunnen die direkt daneben befindliche Schule mit Wasser versorgen und das Ortsbild verschönern. 1829 war der Brunnen fertig. Mit der Planung hatte man den bekannten Architekten Joseph Niehaus beauftragt. Das Wasser wurde mit Hilfe eines über einer Rolle laufenden Seiles aus dem Brunnen geschöpft:

Tiefe 7,25 m; Innere Breite1,45 m; 3785 Brunnensteine; 943 Backsteine.

Gloriettchen im Klostergarten Clemenswerth

Im hinteren Teil des Klostergartens steht die Gloriette. Sie steht auf dem Grundriss eines Parallelogramms. Sie diente dem Kurfürsten dazu, sich zurückzuziehen und Ruhe zu finden. Man nennt es auch den "Ort der Stille".

Gauß - Gedenkstein auf dem Hümmling

Anläßlich des 75. Todestages des Göttinger Professors Gauß ist viel über ihn und seine Bedeutung geschrieben worden. Dass dieser berühmte Gelehrte, der größte Mathematiker des 19. Jahrhunderts, eine zeitlang auf dem Hümmling wissenschaftlich gearbeitet hat und ihm dafür ein Gedenkstein gesetzt worden ist, dürfte nicht allgemein bekannt sein. Die höchste Erhebung des Hümmlings ist der Windberg zwischen Sögel und Werpeloh, auf welchem ein Sandstein die Stelle bezeichnet, welche Professor Karl Friedrich Gauß 1830 bei der berühmten hannoverschen Landesvermessung als Hauptpunkt benutzt hat und deren Erhebung er über die Nordsee zu 300 Fuss, etwa 90 Meter, berechnet hat. Vom Windberg aus überschaut man den ganzen Hümmling.
Carl Friedrich Gauß, Mathematiker und Astronom, geboren im Jahre 1777, gestorben im Jahre 1855, bahnbrechend auf vielen Gebieten der Mathematik, Sternforschung, Physik, erfand zusammen mit Weber den elektromagnetischen Telepraphen, Mitbegründer des absoluten physikalischen Maßsystems.