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08
2018

Johanna Bockhorn feiert 100. Geburtstag in Sögel

Sögel. - Ein ganzes Jahrhundert hat Johanna Bockhorn bereits miterlebt und damit ist sie die älteste Frau der Gemeinde Sögel. Am vergangen Donnerstag feierte sie ihren 100. Geburtstag im Caritas Seniorenzentrum Haus Simeon.
 

Anlässlich dieses besonderen Tages gratulierten Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers, Bürgermeisterin Irmgard Welling und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kurlemann persönlich.

Sie überbrachten Präsente und Urkunden der Gemeinde Sögel, des Landkreises Emsland und des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil.
Geboren und aufgewachsen ist Bockhorn in Essen. Im Rückblick auf die vergangenen 100 Jahre erzählt sie: „Zwischen Leid und Freud habe ich viel in meinem Leben erfahren.“ Ihr Geburtsjahr 1918 ist gleichzeitig das letzte Jahr des Ersten Weltkrieges. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 war Bockhorn bereits mit ihrem Ehemann verheiratet.

Dieser arbeitete bis zum Rentenalter als Fabrikmeister in Duisburg. Besonders in Erinnerung hat Bockhorn die Urlaube in Bad Zwischenahn behalten. „Dort haben wir immer gerne Urlaub gemacht“, blickt sie freudig zurück. So kam es schließlich, dass Bockhorn und ihr Ehemann mit Beginn der Rente nach Rhauderfehn, in die Nähe von Bad Zwischenahn, zogen und dort ein Haus bauten. Nach dem Tod ihres Mannes verschlug es die 100-jährige zur Bürgerhilfe nach Sögel, wo sie bereits seit 18 Jahren lebt. Im betreuten Wohnen des ambulanten Pflegedienstes lernte sie Betreuerin Karin Sewerin kennen, die auch beim Geburtstagskaffee anwesend war. „Karin Sewerin ist zu einer echten Vertrauensperson für mich geworden“, berichtet Bockhorn. Obwohl sie mittlerweile im Seniorenzentrum lebt, kommt Sewerin sie noch regelmäßig besuchen und nimmt mit ihr Besuche beim Optiker wahr oder geht mit ihr Eis essen. „Selbst mit 100 Jahren kann Johanna Bockhorn noch jedes Rätsel lösen“, freut sich Sewerin.

Gerne spiele sie auch Schach und Skat. Allgemein ist Bockhorn sehr fit geblieben. Freudig nimmt sie am Gespräch teil und erzählt Geschichten aus ihrem Leben. Auf ihrem Zimmer im Altersheim höre sie gerne alte Schallplatten. „Aber nur den schönen, alten Schlager“, sagt sie scherzend. Dazu zählten Udo Jürgens, Freddy Quinn und Heintje. Allgemein sei sie früher gerne am Wochenende zum Tanz gegangen. Ihr Lieblingstanz war der Walzer. Auf die Frage, welches ihr größtes Erlebnis im Leben war antwortete Bockhorn: „Am schönsten ist, dass ich immer gesund geblieben bin.“

Bildunterschrift: Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (v.l.), Bürgermeisterin Irmgrad Welling und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kurlemann überbrachten Johanna Bockhorn (vorne) Glückwünsche zum 100. Geburtstag. Foto: Marina