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09
2019

Aus altem Ratssaal wird in Spahnharrenstätte neuer Kita-Raum

Spahnharrenstätte. - Bisher tagte im Spahnharrenstätter Jugendheim noch der Gemeinderat, seit einigen Wochen toben hier die Kinder: Eine deutliche Veränderung hat in den vergangenen Wochen der bislang als Zimmer für Ratssitzungen genutzte Raum im ehemaligen Jugendheim erfahren.

Weil es in der örtlichen Kindertagesstätte (Kita) „St. Johannes der Täufer“ mit dem Platz zu knapp wurde, musste eine Übergangslösung geschaffen werden, um die Zeit bis zur Fertigstellung der Kita-Erweiterung zu überbrücken. „Das war schon sportlich in den vergangenen Wochen. Aber Hand in Hand haben wir die Umbaumaßnahmen im alten Jugendheim hinbekommen“, freut sich Bürgermeister Reinhard Timpker (CDU). Etwa 30.000 Euro wurden nach seinen Angaben investiert, um aus dem Ratssaal einen Kita-Raum, zu schaffen. Zudem mussten die sanitären Anlagen umgestaltet und Garderoben angebaut werden. 

Für ein Jahr soll hier bis zum Abschluss der Kita-Erweiterung die Marienkäfergruppe untergebracht sein. Die 21 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren haben ihre neue Heimat nach Angaben von Kita-Leiterin Andrea Lüken bereits bezogen. „Die fühlen sich hier pudelwohl. Besonders die Turnhalle direkt nebenan kommt super an.“ Auch die Gruppenleiter Thorsten Heymann und Marina Kessens sind von der vorübergehenden Heimat angetan. „Ich kann mich nur bei allen bedanken, die ihren Urlaub geopfert haben, um das hier so schön herzurichten“, betont Lüken.

Notwendig geworden ist die Übergangslösung aufgrund steigender Anmeldezahlen an der Kita. Wie Arnold Welling, Leiter des Fachbereichs Schulen und Bürgerservice der Samtgemeinde Sögel, auf der jüngsten Ratssitzung mitteilte, bestehe Bedarf nach einer weiteren Krippen- sowie einer Kindergartengruppe. Da der Bedarf bereits jetzt vorliegt und die Kita-Erweiterung frühestens Mitte 2020 abgeschlossen ist, musste eine Übergangslösung her.

Nach Angaben von Werner Jansen, stellvertretender Leiter des Bauamtes der Samtgemeinde Sögel, soll der Bauantrag für die Kita-Erweiterung noch in diesem Monat gestellt werden. „Wir wollen auf jeden Fall noch in diesem Jahr anfangen“, so Jansen. Wie er weiter ausführt, werde die Einrichtung umstrukturiert und um Gruppen im Kita- und Regelbereich erweitert. Nach Abschluss der Baumaßnahme, die für Sommer 2020 vorgesehen ist, sollen an der Kita 98 Kinder (bisher 73) untergebracht werden können.

Zudem soll ein größerer Mitarbeiterraum im Bereich des derzeit unbenutzten Dachbodens geschaffen werden. Um die Kita weiter umfahren zu können, soll ein Stück des angrenzenden Schulhofes dafür umgestaltet werden.

Bürgermeister Timpker beziffert die Kosten für die Erweiterung auf 800.000 Euro. „Für uns als kleine Gemeinde ein finanzieller Kraftakt.“ Gelegen kommt dem Bürgermeister daher die Spende der Stiftung der Arenberg-Meppen GmbH in Höhe von 120.000 Euro für die Erweiterungsmaßnahme. „Wir sind hellauf begeistert. Es wird deutlich. dass sich die Stiftung der jungen Generation verpflichtet fühlt und Verantwortung übernimmt“, so Timpker bei der Übergabe des symbolischen Spendenschecks im Sögeler Rathaus. 

Nach Angaben der Stiftungsvorstands-Vorsitzenden Ursula Schmidtdammer sei die Entscheidung für die Unterstützung leicht gefallen. „Die Kita hat ein tolles Konzept, das uns überzeugt.“ Pfarrer Bernhard Horstmann hob als Vertreter der katholischen Kirche als Träger der Kindertagesstätte hervor, dass die Stiftung bereits mehrfach Bauvorhaben an Kindertagesstätten in der Samtgemeinde finanziell unterstützt habe. „Dafür können wir uns nur bedanken.“ 

Foto: Samtgemeinde Sögel