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06
07
2021

Weiterer Ort der Erinnerung - Im Gedenken an Familie Speier aus Sögel wurden drei neue Stolpersteine verlegt

Sögel.- Bereits an 13 Stellen wurden in der Gemeinde Sögel die sogenannten „Stolpersteine“ verlegt – Steine, die in das Straßenpflaster eingelassen werden und die an das traurige Schicksal der jüdischen Einwohner von Sögel während des Zweiten Weltkriegs erinnern sollen.

 

Die drei neuen Stolpersteine erinnern an Moses Speier (Jahrgang 1876, Lehrer in Sögel), der 1942 deportiert und ein Jahr später in Theresienstadt ermordet wurde sowie an seine Kinder David und Lina, deren Schicksal unbekannt ist.

Schüler des Hümmling-Gymnasiums hatten bereits im Jahr 2018 eine Gedenkfeier für die Familie Speier veranstaltet. Nun folgte – verzögert durch die Corona-Pandemie- die Stolpersteinverlegung an der Clemens-August-Straße, wo Vater Moses bis 1942 wohnte. Das Haus, in dem er lebte, existiert heute allerdings nicht mehr.

Nachdem Martin Kosse vom Bauhof der Gemeinde Sögel die Steine sorgfältig eingesetzt hatte, legten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Geschichtslehrer Henning Strotbek, Schulleiterin Simone Hilgefort und Bürgermeisterin Irmgard Welling Blumen an den Stolpersteinen nieder und hielten eine Schweigeminute ab. 

Seit zehn Jahren werden die Erinnerungen an die früheren Mitbürger der Gemeinde so aufrechterhalten.  Das Hümmling Gymnasium organisiert die Gedenkaktion immer im Wechsel mit der Schule am Schloss.

Insgesamt sind nun 57 Stolpersteine in der Gemeinde verlegt worden, 18 weitere folgen noch.