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SAMTGEMEINDE SÖGEL
Katastrophenschutz-Serie der Samtgemeinde Sögel
Die Samtgemeinde Sögel setzt ihre Informationsserie zur persönlichen Vorsorge bei Krisen und Katastrophen fort. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Thema, bei dem schnelles und besonnenes Handeln entscheidend sein kann: Gasgeruch und die Gefahr einer Explosion.
Gasgeruch ist immer ernst zu nehmen. Erdgas ist zwar von Natur aus geruchlos, wird aber zur besseren Wahrnehmung mit einem auffälligen Geruchsstoff versehen. Wer einen solchen Geruch bemerkt, sollte Ruhe bewahren, keine offenen Flammen nutzen und vor allem keine elektrischen Schalter, Klingeln oder Geräte betätigen. Schon kleinste Funken können ein Gas-Luft-Gemisch entzünden.
Nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gilt bei Explosionsgefahr: Abstand zu Fenstern, Glasflächen und Außenwänden halten. Schutz bieten besonders innenliegende Räume, fensterlose Kellerräume, Flure oder Bäder. Die sogenannte „2-Wände-Regel“ kann helfen: Zwischen der eigenen Position und dem Außenbereich sollten möglichst zwei Wände liegen, um besser vor Druckwellen, Splittern und Trümmern geschützt zu sein.
Bei Gasgeruch im Gebäude ist es wichtig, sofort richtig zu reagieren: Fenster und Türen öffnen, wenn dies gefahrlos möglich ist, Mitbewohnerinnen und Mitbewohner warnen, das Gebäude verlassen und erst außerhalb des Gefahrenbereichs den Notruf 112 oder den zuständigen Gasversorger verständigen. Aufzüge sollten nicht benutzt werden. Das Gebäude darf erst wieder betreten werden, wenn Einsatzkräfte oder Fachpersonal Entwarnung geben.
Zur persönlichen Vorsorge empfiehlt das BBK außerdem, sich frühzeitig mit Warn- und Informationswegen vertraut zu machen. Dazu gehören amtliche Warnungen, die Warn-App NINA sowie das Wissen um Fluchtwege, Notausgänge und sichere Bereiche im eigenen Wohnumfeld.
„Wer vorbereitet ist und die wichtigsten Verhaltensregeln kennt, kann im Ernstfall schneller, ruhiger und sicherer handeln“, betont die Samtgemeinde Sögel. „Unser Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger praxisnah zu informieren und für mögliche Gefahrensituationen zu sensibilisieren.“

