Ludmillenhof Sögel seitlich 

SAMTGEMEINDE SÖGEL

Gemeinde Sögel ruft zur Teilnahme an der Aktion „Gelbes Band“ auf

Sögel. Die Samtgemeinde Sögel möchte Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie Eigentümerinnen und Eigentümer von Obstbäumen dazu ermutigen, sich an der Aktion „Gelbes Band“ zu beteiligen. Ziel des Ernteprojekts ist es, ungenutztes Obst sichtbar zu machen und für die Allgemeinheit freizugeben. Ein gelbes Band am Baum oder Strauch zeigt dabei deutlich: Hier darf kostenlos und ohne vorherige Rücksprache Obst für den eigenen Bedarf geerntet werden.

Gerade in den Sommer- und Herbstmonaten tragen viele Obstbäume in Gärten, auf Wiesen oder an Wegen reichlich Früchte. Nicht immer können Eigentümerinnen und Eigentümer die gesamte Ernte selbst nutzen. Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Kirschen bleiben dann häufig hängen, fallen zu Boden und verderben. Die Aktion „Gelbes Band“ setzt genau hier an: Sie bringt Menschen mit Obstbäumen und Menschen, die gerne selbst ernten möchten, unkompliziert zusammen.

„Mit der Teilnahme an der Aktion können wir gemeinsam ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen und gleichzeitig den Wert regionaler Lebensmittel stärker ins Bewusstsein rücken“, betont die Samtgemeinde Sögel. „Wer Obst übrig hat, kann es auf einfache Weise mit anderen teilen. Davon profitieren Familien, Kinder, Menschen ohne eigenen Garten und alle, die Freude an frischem, saisonalem Obst haben.“

Hintergrund der Aktion

Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ wird in Niedersachsen vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen getragen. Es richtet sich an Privatpersonen, Kommunen, Vereine und Einrichtungen, die Obstbäume oder Obststräucher besitzen und überschüssige Früchte zur Verfügung stellen möchten. Durch die Markierung mit einem gelben Band wird eindeutig signalisiert, dass das Pflücken erlaubt ist. Gleichzeitig macht eine Standortkarte die teilnehmenden Orte sichtbar.

Die Aktion leistet einen praktischen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Lebensmittelwertschätzung. Denn viele Lebensmittelverluste entstehen nicht nur im Handel oder in privaten Haushalten, sondern auch dort, wo Obst aus Zeitgründen, wegen großer Erntemengen oder fehlender Verwendungsmöglichkeiten nicht geerntet wird. Das Gelbe Band macht sichtbar, wo Obst gerettet und sinnvoll genutzt werden kann.

Darüber hinaus fördert das Projekt das Miteinander vor Ort. Wer Obst teilt, schafft Begegnungen in der Nachbarschaft und ermöglicht anderen Menschen einen direkten Zugang zu regionalen Lebensmitteln. Besonders für Kinder kann die Selbsternte eine wertvolle Erfahrung sein: Sie erleben, wo Lebensmittel wachsen, wann Obst Saison hat und wie viel Arbeit hinter einer Ernte steckt.

So können Bürgerinnen und Bürger mitmachen

Die Samtgemeinde Sögel bittet alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Obstbäumen oder -sträuchern zu prüfen, ob sie überschüssiges Obst zur Ernte freigeben möchten. Teilnehmen können einzelne Bäume ebenso wie ganze Streuobstwiesen oder kleinere Obstbestände. Wichtig ist, dass die freigegebenen Bäume gut erreichbar sind und eindeutig markiert werden.

Wer einen Baum mit einem gelben Band kennzeichnet, erklärt damit: Das Obst darf für den eigenen Bedarf gepflückt oder aufgelesen werden. Pflückende werden gebeten, sorgsam mit Baum, Grundstück und Natur umzugehen, nur so viel zu ernten, wie sie selbst verbrauchen können, und keine Schäden zu verursachen.

Hinweis: Weitere Informationen zur Aktion „Gelbes Band“ und zur Registrierung von Obstbäumen bietet das Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen.